Hi zusammen,

es ist so weit. Der Startschuss ist gefallen. Das erste Video ist im Kasten. Heute möchte ich euch über ein Projekt informieren, das mir persönlich sehr am Herzen liegt – und das wahrscheinlich das ehrlichste Experiment wird, das ich hier bisher geteilt habe.

Es geht um Hera. Es geht um echte Hundeausbildung. Und es geht um meinen Anspruch an mich selbst als Trainer.

Glaubwürdigkeit im Hundesport: Warum ich nicht nur am Rand stehen will

Ich habe immer einen festen Grundsatz gehabt: „Wenn ich selbst aktiv aus der Hundeausbildung raus bin, werde ich keine Workshops mehr geben.“

Ich halte nichts davon, als Theoretiker am Rand zu stehen und alles besser zu wissen, ohne selbst zu spüren, was am anderen Ende der Leine passiert. Man verliert das Gefühl dafür. Man vergisst, wie sich Prüfungsstress anfühlt, wie schnell man selbst im Timing daneben liegen kann und wie es ist, wenn der Trainingsplan nicht aufgeht.

Um euch ein guter Coach zu sein, muss ich wissen, wie ihr euch als Hundeführer fühlt. Ich muss selbst wieder im Feuer stehen und aktiv einen Hund führen.

Ein Monat ohne Otto: Die Lücke im Team

Die letzten Wochen waren nicht einfach. Otto ist jetzt vor einem Monat verstorben und sein Verlust hat eine riesengroße Lücke hinterlassen – sportlich, aber vor allem menschlich. Er fehlt an allen Ecken und Enden.

Ich wurde in letzter Zeit oft gefragt: „Daniel, wann kommt der Nachfolger? Zieht bald ein neuer Hund ein?“ Die Antwort ist klar: In diesem Jahr auf keinen Fall. Der Schmerz sitzt noch tief, ich brauche Zeit, und ich will nichts überstürzen.

Aber: Ich merke, dass ich wieder ins Training kommen muss. Für mich. Für meinen Kopf. Um wieder das Gefühl für die Praxis zu schärfen und nicht in der Trauer stehenzubleiben.

Hera: Vom „Weißen Hund“ zurück in die Prüfungsvorbereitung?

Also habe ich mir Hera angeschaut. Wer uns länger folgt, weiß: Sportlich war es sehr still um sie. Hera ist seit fast 5 Jahren komplett aus dem Training raus. Sie hatte einen entspannten Job, durfte ab und zu bei Prüfungen als Weißer Hund (Blindenhund) einspringen, damit die Starterzahlen passen. Sie lief einfach „so mit“ – ohne Fokus auf Technik oder Unterordnung.

Aber jetzt stellen wir uns eine neue Frage: Was ist noch möglich?

Wir greifen nicht an. Wir wollen nichts erzwingen. Aber wir haben uns ein konkretes Ziel am Horizont gesetzt: Die IBGH Prüfung (Internationale Begleithundeprüfung) im Spätjahr. Ob wir dort ankommen? Das werden wir sehen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang.

Morgen gibt es die ungeschminkte Wahrheit

Ich habe das Experiment bereits gestartet. Ich bin mit Hera auf den Platz gegangen und habe eine komplette Prüfungssituation simuliert und aufgezeichnet – ohne vorheriges Training. Ein echter Kaltstart.

Ich wollte sehen:

Das Video ist im Kasten und ich sage euch: Es ist ehrlich.

Morgen kommt hier ein Blogartikel mit dem Video und meiner ersten Analyse zum aktuellen Leistungsstand. Ich nehme euch mit auf diese Reise – transparent, offen und ohne Filter.

Seid gespannt auf morgen!

LG Daniel https://www.instagram.com/danielwirth_k9/

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