Hi zusammen,

gestern und heute blieb es ruhig auf unseren Kanälen. Es gab keine Videos, keine Stories vom Platz. Der Grund ist simpel: Wir haben nicht trainiert.

Bevor jetzt jemand denkt: „Na toll, das Projekt geht ja gut los, schon keine Lust mehr?“ – Stopp. Genau hier unterscheidet sich planvolle Hundeausbildung von blindem Aktionismus.

Der Unterschied zwischen „im Saft stehen“ und „Kaltstart“

Man muss der Realität ins Auge sehen: Hera ist fast 5 Jahre komplett aus dem Training raus. Ein Hund, der voll im Stoff steht, der körperlich fit ist und dessen Kopf an Belastung gewöhnt ist, kann problemlos 5-6 Mal die Woche arbeiten. Aber Hera ist aktuell (noch) nicht dieser Hund.

Wir haben beim ersten Training alte Synapsen befeuert und körperliche Spannung gefordert. Was für uns nach „ein bisschen Grundstellung“ aussieht, ist für sie Höchstleistung.

Würde ich jetzt stumpf jeden Tag weitermachen, würde ich sie nicht trainieren, sondern überfordern. Sie würde Frust aufbauen, unsauber werden und die Motivation verlieren. Das ist nicht mein Ziel.

Pause für den Hund = Arbeit für den Trainer

Dass Hera auf der Couch lag und regeneriert hat, heißt aber nicht, dass ich Däumchen gedreht habe. Ich habe die Zeit intensiv genutzt, um das Training exakt zu planen.

Wenn ich mit einem Hund arbeite, der aktuell nur eine begrenzte „Akkulaufzeit“ hat, darf ich mir keine Fehler erlauben. Wir können es uns nicht leisten, Energie zu verschwenden. Jeder Schritt und jede Bestätigung muss sitzen, wenn wir das nächste Mal auf den Platz gehen. Deshalb habe ich den Ablauf für die nächsten Einheiten im Detail ausgearbeitet.

Fazit: Mut zur Lücke

Lernt euren Hund zu lesen. Training bringt nur etwas, wenn der Hund aufnahmefähig ist. Hera brauchte diese zwei Tage, um das erste „Anschalten“ zu verarbeiten. Das ist fair dem Hund gegenüber und bringt uns langfristig schneller ans Ziel als falscher Ehrgeiz.

Sobald der Akku voll ist, geht es weiter. Mit Plan und mit Power.

LG Daniel https://www.instagram.com/danielwirth_k9/

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